Dunkelfeldmikroskopie

Lange bevor Krankheiten akut und dann chronisch werden, kann man mit Hilfe der Dunkelfeldmikroskopie Vorzeichen der Veränderungen im Blut erkennen.

Ein einziger Tropfen Blut aus der Fingerbeere genügt als Untersuchungsmaterial. Dieser wird unmittelbar unter dem Dunkelfeldmikroskop betrachtet. Anzahl, Form, Größe, Beweglichkeit und Aussehen von roten und weißen Blutkörperchen sowie der korpuskulären Anteile geben Auskunft über den aktuellen Zustand des Klienten. Veränderungen über einen gewissen Zeitraum lassen sich entsprechend bewerten.

Durch die Dunkelfeldbetrachtung des nativen Blutes können Rückschlüsse gezogen werden auf:

  • pH-Wert im Gewebe und Blut
  • die Abwehrleistung des Körpers
  • die allgemeine Reaktionsfähigkeit des Organismus
  • die Situation der Verschlackung im Körper
  • auf Herde, Störfelder und latente Infektionen
  • Belastung der Leber, der Gallenblase und des Darms
  • die Durchblutungs- und Sauerstoffsituation

Geschichte

Die Entwicklung der Dunkelfelddiagnose geht zurück auf den Bakteriologen und Zoologen Prof. Dr. G. Enderlein (1872 – 1968, Berlin). Er entwickelte seit 1916 diese diagnostische Methode weiter und nutzte sie erstmalig intensiver zur Erforschung des lebenden menschlichen Blutes. Dabei entdeckte er Veränderungen in den roten Blutkörperchen und deren Umgebung durch Mikroorganismen. Er verwendete dabei die Dunkelfeldmikroskopie (eine indirekte Beleuchtung, im Gegensatz zur Hellfeldmikroskopie). Das Licht des Mikroskops strahlt nicht direkt von unten ins betrachtende Auge, sondern bricht sich in Höhe des Objektträgers. Dies ermöglicht somit die Betrachtung eines Tropfen Lebendblut (Nativblut, Vitalblut) aus dem Dunkel ins Helle hinein.

Prof. Dr. Enderlein konnte durch diese Art der Betrachtung viel differenzierter den Zwischenzellraum beobachten und entdeckte so im Blut lebende Mikroorganismen. In der normalen „Hellfeld-Mikroskopie“ waren diese unsichtbar.

Im Verlauf seiner Forschung stellte er fest, dass das menschliche Blut nicht steril ist. Es befinden sich Mikroorganismen darin, welche in Symbiose zum Menschen bzw. seinen roten Blutzellen (Erythrozyten) stehen. Er nannte diese Mikororganismen Endobionten. Dies bedeutet, dass wenn ein Symbiosegleichgewicht zwischen Erythrozyten und Endobionten besteht, dieser Zustand von Gesundheit und im Blutbild ein ganz bestimmtes Aussehen hat.

Enderlein erkannte auch, dass durch Verkleben von roten Blutkörperchen Blutgerinnseln entstehen. Dabei entsteht in einer pathogenen Kaskade aus einem Symprotit (im Dunkelfeld sichtbar als leuchtende Eiweißkugel) ein Filit (Fädchen), das wiederum fähig ist, weitere Fädchen zu bilden. Diese können sich zu einem Netz verbinden, das die Blutkörperchen einschließt. Eine Eindickung des Blutes, die mögliche Thrombosebildung mit Minderdurchblutung des Gewebes und der Organe ist die Folge.

Prof. Dr. Enderlein: “Sobald das Gleichgewicht des Blutserums zwischen Mineralsalzen (Basen, Alkalien) und Säuren längere Zeit durch falsche, unbiologische Ernährung nach der sauren Seite hin gestört wird, setzt eine uferlose Vermehrung dieser Endobionten ein und zugleich der Aufstieg dieser zu Schmarotzern verwandelten Urklümpchen in die große Entwicklungsreihe der Parasiten. Je höher der Endobiont in seiner Entwicklungsreihe steigt, desto mehr nimmt seine Schädlichkeit zu und umso größer ist die Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts.“